Wangen im Allgäu Praxisabgabe

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Moderator: franko

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partitour
Beiträge: 12
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Wangen im Allgäu Praxisabgabe

Beitrag von partitour »

Hallo Leute,
ich hab zwar vorhin gerade in der ZM inseriert (also die seriöse Schiene), aber ich dachte mir, so wie wir als Praxisteam drauf sind, würde es passen, auch in einem lockeren Forum mal nen Luftballon steigen zu lassen. Ich habe vor, meine 1-Mann-Allroundpraxis Ende 2016 abzugeben.
In 88239 Wangen im Allgäu sitz ich hier im Paradies, und das seit 36 Jahren. Wir machen alles, auch CEREC und Implantate.
Superteam, Arbeit macht jeden Tag Spaß, daher ist aufhören für mich eher eine Sache des Kalenders. Und tausend anderer Hobbies.
Der Ort hat 25.000 EW (wachsend) und alle Schulen und Infrastruktur, die der Mensch so braucht. Berge nah, Bodensee nah, die Praxisdaten sind bestens, für genauere Daten schick ich bei Interesse ein Exposé. 600 Scheine, 450.000 - 500.000 € Umsatz, 145 qm eigene Räume (2 1/2 BHZ) für 8 €/qm Miete, erweiterbar + 50 qm oder + 90 qm, mal so als Grobraster.
Ich denke, daß es sinnvoll ist, einige Monate miteinander parallel zu arbeiten, damit man Patienten und Gewohnheiten kennenlernt.
Besonderheit: Für den Fall, daß jemand eine "halbe" Praxis sucht, dafür kenne ich eine erfahrene Assistenzzahnärztin, die aus familiären Gründen ebenfalls nur eine halbe Praxis übernehmen möchte.
Wer Interesse hat, kann ja mal auf meine selbstgebastelte Homepage gucken: www.zahnarzt-gesierich-wangen.de
Und dann einfach mich anmailen drgesierich@66y.de , dann sehen wir weiter.
Es grüßt Walter Gesierich

cliff
Beiträge: 7932
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Re: Wangen im Allgäu Praxisabgabe

Beitrag von cliff »

Herzlich Willkommen im (wilden) Forum, Kollege Partitour!!! Die Praxis ist eine Wucht! Vielen Dank für das tolle Angebot, das ganz sicher sehr gut auch 2 passende Kollegeninnen ernähren kann. :)

Aber, daß die ZM das "seriöse" Pendant zu unserem Forum sei, ist mir neu! :wink:

Trotzdem allerherzlichst: Häppy New Year und weiterhin viel Erfolg! :)

partitour
Beiträge: 12
Registriert: Fr 1. Jan 2016, 22:42

Re: Wangen im Allgäu Praxisabgabe

Beitrag von partitour »

Danke für die überaus freundliche Begrüßung hier im Forum!
Tschuldigung für den Vergleich zwischen ZM = seriös und Forum = lässig, aber ich habe andere Foren eigentlich immer sehr ungezwungen, manchmal leider auch unverschämt im Umgang erlebt. Und weil ich gerade 5 Minuten vorher meinen einigermaßen "seriösen" Anzeigentext zu ZM-Online hochgeladen hatte, hab ich mich beim Tippen erstmal entspannt zurückgelehnt. Intuitiv.
Jedenfalls Kompliment an das Forum: selbst unter Weihnachtsferienbedingungen wird hier aufmerksam gelesen und bereits heute hat mich ein interessierter Kollege angemailt. Respekt.
Weiter so und ein gutes Neues Jahr allen aktiven Mitbohrern und Mitlesern wünscht Walter Gesierich

robertmk
Beiträge: 1239
Registriert: Do 24. Jan 2013, 09:49

Re: Wangen im Allgäu Praxisabgabe

Beitrag von robertmk »

Lieber partitour,

bin zwar mit meiner eigenen, vor 7 Jahren übernommenen Praxis kein Übernahmekandidat für Deine Praxis, da mich dieses Thema aber interessiert, habe ich mir mal Deine Homepage samt Praxisfotos etc. angeschaut.

Mir ist beim Blick auf die eingestellten Fotos aufgefallen, dass die gezeigte Einheit (Siemens SL2?) von Anfang der 1980er Jahre und das OPG aus den 1990er Jahren stammen dürfte. Sind auch andere Einheiten bzw. Großgeräte in der Praxis ähnlich alt? Damit stellt sich für mich die Frage nach der Ersatzteilversorgung bzw. Reparierbarkeit- wenn die nicht gegeben ist, steht für den Übernehmer wohl mehr oder weniger sofort eine sechsstellige Investition an..... Da Du aber, wie Du ja auf Deiner Homepage schreibst, versierter Bastler bist, hast Du bestimmt eine gute Lösung, die Du ja vielleicht hier veröffentlichen könntest.....

- Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte Deine Praxis hier in keiner Weise madig machen- habe selbst eine Einheit von 1982 in meiner Praxis die ich wegen Ihrer Robustheit, Einfachheit und auch ohne Ersatzteilversorgung durch den Hesteller guten Reparierbarkeit auch nicht hergeben möchte......

Sehr nützlich für Dich könnte auch ein Inserat der Praxis bei www.kzvbw.de und wegen der räumlichen Nähe zu Bayern bei www.blzk.de und www.kzvb.de sein.

Viel Erfolg bei der Praxisübergabe!

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puzzo
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Re: Wangen im Allgäu Praxisabgabe

Beitrag von puzzo »

robertmk hat geschrieben:Lieber partitour,

bin zwar mit meiner eigenen, vor 7 Jahren übernommenen Praxis kein Übernahmekandidat für Deine Praxis, da mich dieses Thema aber interessiert, habe ich mir mal Deine Homepage samt Praxisfotos etc. angeschaut.

Mir ist beim Blick auf die eingestellten Fotos aufgefallen, dass die gezeigte Einheit (Siemens SL2?) von Anfang der 1980er Jahre und das OPG aus den 1990er Jahren stammen dürfte. Sind auch andere Einheiten bzw. Großgeräte in der Praxis ähnlich alt? Damit stellt sich für mich die Frage nach der Ersatzteilversorgung bzw. Reparierbarkeit- wenn die nicht gegeben ist, steht für den Übernehmer wohl mehr oder weniger sofort eine sechsstellige Investition an..... Da Du aber, wie Du ja auf Deiner Homepage schreibst, versierter Bastler bist, hast Du bestimmt eine gute Lösung, die Du ja vielleicht hier veröffentlichen könntest.....

- Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte Deine Praxis hier in keiner Weise madig machen- habe selbst eine Einheit von 1982 in meiner Praxis die ich wegen Ihrer Robustheit, Einfachheit und auch ohne Ersatzteilversorgung durch den Hesteller guten Reparierbarkeit auch nicht hergeben möchte......

Sehr nützlich für Dich könnte auch ein Inserat der Praxis bei http://www.kzvbw.de und wegen der räumlichen Nähe zu Bayern bei http://www.blzk.de und http://www.kzvb.de sein.

Viel Erfolg bei der Praxisübergabe!
Ich bin immer etwas verwundert, wenn man liest-" keine Alterspraxis". Außer im Todesfall oder der Insolvenz gibt es eigentlich keinen anderen Grund, eine Praxis zu verkaufen, und da ist sie nunmal selten high tech.
Ist immer eine Frage des Preises. Da werden halt alte Einheiten mit 0 Euro angesetzt.
Wer morgens zerknittert aufsteht, hat tagsüber alle Entfaltungsmöglichkeiten.

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rubio2507
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Re: Wangen im Allgäu Praxisabgabe

Beitrag von rubio2507 »

Als Schmankerl würde ich in das Angebot noch reinschreiben:

Wangen im Allgäu liegt etwa 5 km von Wigratzbad entfernt!

Warum das wichtig ist? Ihr werdet schon sehen :-))

Alternativ können als Schmankerl "Allgäuer/Wangener Kieselsteine" angeboten werden. Das sind getrocknete Aprikosen, Pflaumen und Nüssen die mit einer harten Schokoglasur überzogen sind!!! Die sind so hart glasiert, das verspricht Kundschaft!!!

Bei der jetzigen Großwetterlage würde ich derzeit keine Praxis übernehmen wollen, außer in Moskau :-))))

partitour
Beiträge: 12
Registriert: Fr 1. Jan 2016, 22:42

Re: Wangen im Allgäu Praxisabgabe

Beitrag von partitour »

Danke an robertmk und puzzo für Tipps und Einschätzungen.
Ja es ist tatsächlich so, daß viele Geräte zwischen 20 und 35 Jahren alt sind! Und puzzo hat natürlich recht: solche Geräte werden bei einer Preisfindung natürlich auf 0 gesetzt. Aber wenn ich mich in die Lage eines jungen Übernehmers versetze: hey, ist doch super, da brauche ich schon kein Geld für was zahlen, das ich am Ende eh nicht will, weil ich z.B. sehr genaue Vorstellungen von einer perfekten Einheit habe. Und wenn ich noch nicht weiß, was ich mal genau will, dann bohre ich doch einfach mit dem Zeug, was da steht, umsonst weiter. So lange, bis ich genau weiß, was ich will. Und das alte Zeug hält und hält. Und außerdem hab ich im Keller ein komplettes Sprechzimmer gebraucht für 500 Euronen abgekauft, genau meine Geräte. Und da hol ich mir gelegentlich (alle 3 Jahre mal) ein Ersatzteil, wenn ich was brauche. Verschleißteile, die ich als solche kenne, die hab ich mehrfach in neu eingeschweißt da. Wenn ich mal zu faul bin, solche Teile selbst zu wechseln, dann kriegt der Techniker vom Depot immer ganz große Augen, wenn ich ihm das Original-Ersatzteil überreiche.
Es lohnt sich einfach, wenn man richtig gute Qualität kauft, und wenn man wählen kann, dann überdimensioniert, das Zeug hält dann ewig und man braucht die eigene Ergonomie (und die der Helferinnen) nicht umstellen. Es gibt noch immer genug Neues in unserer Branche, das dann Spaß und Lust auf Neuland macht. So als Kaufentscheidungs-Tipp für Jungunternehmer.
Witziges Beispiel zum Schluß: wenn Ihr auf meine Homepage geht www.zahnarzt-gesierich-wangen.de , dann seht Ihr da eine Modellbahnanlage im Wartezimmer. Die ist 35 Jahre alt. Die blauweiße Lok ist meine erste. Die läuft seit 35 Jahren mit 1 Tropfen Öl nach 20 Jahren, wie eine eins. Fleischmann hat sogar mal einen Bericht über meine Anlage gebracht auf deren Homepage. Die Elektrik im Zwischenboden ist jedoch komplett Selbstbau mit Industrierelais und anderem Zeug, das 10 mal überdimensioniert ist. So schafft man Vertrauen in meine Kronen...
In diesem Sinne: keine Angst vor altem Zeug, vor allem, wenn es nix kostet.
Schöne Grüße von partitour

cliff
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Re: Wangen im Allgäu Praxisabgabe

Beitrag von cliff »

Schöner kann man es nicht sagen! Ein herrliches Pendant zur Wegwerfgesellschaft. Wer die Praxis übernimmt, kann sich, wenn er will, leicht neue Stühle kaufen (obwohl ich die M1 und Sirona E viel besser finde als, was nachher kam; und jetzt unter Heuschreckenherrschaft???). Mittlererweile gibt es zum Glück einen immer besseren Gerbrauchtmarkt nebst prima Technikern.

Hier wird ein Lebenswerk übergeben, wer das Zeug dazu hat, wird sich drauf freuen! :)

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docno
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Re: Wangen im Allgäu Praxisabgabe

Beitrag von docno »

Hi,
ich kaufte mal vor 14 Jahren, annähernd genau die gleiche Praxis, wie Du jetzt anbietest. Nur mirt noch weniger Umsatz, so. ca. 200K.
Und es war ein Glücksgriff; kompletter Umbau (alles raus + neu mit digitaler Technik-eine gute Entscheidung), aber erst 2 neue Kavo Einheiten, noch eine alte behalten, die dann auch erneuert wurde.

Aus Deiner Praxis kann man was ganz Tolles machen (und dazu erweiterbar!)

lg
docno
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docno

chefkoch
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Re: Wangen im Allgäu Praxisabgabe

Beitrag von chefkoch »

docno hat geschrieben: Aus Deiner Praxis kann man was ganz Tolles machen (und dazu erweiterbar!)
Das sehe ich ganz genauso. Hoffentlich findet sich ein junger Kollege, der dieses Potential
auch erkennt und sich nicht von primär wirklich unwichtigen Gegebenheiten wie zB einem
in die Jahre gekommenen Behandlungsstuhl abschrecken lässt. Viel Erfolg.

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docno
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Re: Wangen im Allgäu Praxisabgabe

Beitrag von docno »

@ Walter: Wie viele ZÄ gibt es denn in Deinem 25k-Mann-Ort?

(Es sollte natütlich nicht heißen, meiner vorherigen Aussage zu Folge, dass Du nicht jetzt schon "eine tolle Praxis hast." Es war auf die Zukunft und das Potential bezogen :wink: )

@rubio: du gerätst ein wenig "off topic" (jedoch wie immer, mit einer blühenden Phantasie :mrgreen: )

lg
docno
LG
docno

partitour
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Re: Wangen im Allgäu Praxisabgabe

Beitrag von partitour »

Eure Kommentare sind ja oberfreundlich und ermutigend, insbesondere docno, cliff und chefkoch. Unsereins hat ja als Einzelkämpfer nicht so die Eigenschau.
Zur letzten Frage:
27.000 Einwohner incl. Dörfer, Zuwachs steigend
21 Zahnärzte
= 1.286 pro Zahnarzt. Klingt sehr dicht besetzt.
Aber: 1 Zahnarzt altershalber nur noch stundenweise beteiligt, 2 sind Teilzeitassistentinnen, 1 Praxis in einem Dorf 8 km, 1 reine Privatpraxis ohne Kassenzulassung. Da sind wir bei 16 "Rund-um-die-Uhr-Bohrern", da sind wir schon bei
1.687 Pat./ZA.
Wenn man jetzt noch die Altersstruktur und Frauenanteil anschaut, dann relativiert sich alles nochmal ein bißchen. Auf jeden Fall hat ein schlauer Gutachter im Zuge der Ehescheidung mal festgestellt, daß ich hier 2.500 Stammpatienten habe, und das macht auch das typische Praxisbild aus: wir haben reichlich Patienten aus allen Schichten und müssen nicht aus wenigen Patienten pro Quartal das Äußerste für unseren Lebensunterhalt rausquetschen. das macht das Leben moralisch gesehen sehr entspannt.
Was für mich interessant wäre, ist die Frage, wie ein heutiger Jungzahnarzt an eine Praxisgründung rangeht. Geht der erste Blick auf Zahlen, Zahnarztdichte, Umsatz, Gewinn, oder wie bei mir damals: wie soll der Ort aussehen, wo ich leben will (Ortsgröße, Infrastruktur, Schulen, Vereine), landschaftliche Umgebung (Berge, Bodensee), gibt es bereits Freunde und Verwandte in der Nähe. Danach kamen erst die großen Augen, weil die Immobilienpreise in schönen Gegenden immer hoch sind. Wir hatten es damals aber noch nicht so streng und daher heute eigene Räume. Das hat auch den Vorteil, daß der Neue nicht noch einen Vermieter fragen muß, ob er die eine oder andere Umbaumaßnahme machen darf.
Jedenfalls wäre es für mich interessant, wenn junge Niedergelassene ihre Sichtweise und ihre Zufriedenheit mit den Entscheidungen berichten würden.
Es grüßt Euch partitour

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rubio2507
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Re: Wangen im Allgäu Praxisabgabe

Beitrag von rubio2507 »

Ein heutiger Jungzahnarzt dürfte wohl in der absoluten Minderheit sein, eher sind es heute in der Zahnmedizin Frauen die da einen Abschluss machen. Also Jungzahnärztinnen, zumindest in Köln. Und die haben sicher kaum Interesse am schönen Voralpenland, eher an ihrem Freund... Denn der ist Dax-Vorstand und hat ihnen (so wurde es mir heute gezeigt) eine Flasche (italienischen??) Rotwein mit den liebsten Grüßen zum Jahreswechsel geschenkt. Und an einem guten Restaurant in der Nähe und ob gegenüber in der freiwerdenden Fläche in Schuhgeschäft einzieht. Und das ist auch dringend nötig, denn 40 Paare im Schrank sind zu wenig...
Die Zahnmedizin wird weiblich und die meisten Frauen wollen nun mal in großen Städten wohnen...

Genauso gut kann es sein das es in Deutschland gar keine Einzelpraxen mehr gibt, nur noch Polikliniken mit einer roten Fahne rauf... Das kann sein oder auch nicht.

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docno
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Re: Wangen im Allgäu Praxisabgabe

Beitrag von docno »

Für mich war die Antwort einfach:

Lieber Porsche fahren im Ruhrpott, als Trabbi in München!
:mrgreen:

lg
docno
LG
docno

cliff
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Re: Wangen im Allgäu Praxisabgabe

Beitrag von cliff »

partitour hat geschrieben:Eure Kommentare sind ja oberfreundlich und ermutigend, insbesondere docno, cliff und chefkoch. Unsereins hat ja als Einzelkämpfer nicht so die Eigenschau.
Zur letzten Frage:
27.000 Einwohner incl. Dörfer, Zuwachs steigend
21 Zahnärzte
= 1.286 pro Zahnarzt. Klingt sehr dicht besetzt.
Aber: 1 Zahnarzt altershalber nur noch stundenweise beteiligt, 2 sind Teilzeitassistentinnen, 1 Praxis in einem Dorf 8 km, 1 reine Privatpraxis ohne Kassenzulassung. Da sind wir bei 16 "Rund-um-die-Uhr-Bohrern", da sind wir schon bei
1.687 Pat./ZA.
Wenn man jetzt noch die Altersstruktur und Frauenanteil anschaut, dann relativiert sich alles nochmal ein bißchen. Auf jeden Fall hat ein schlauer Gutachter im Zuge der Ehescheidung mal festgestellt, daß ich hier 2.500 Stammpatienten habe, und das macht auch das typische Praxisbild aus: wir haben reichlich Patienten aus allen Schichten und müssen nicht aus wenigen Patienten pro Quartal das Äußerste für unseren Lebensunterhalt rausquetschen. das macht das Leben moralisch gesehen sehr entspannt.
Was für mich interessant wäre, ist die Frage, wie ein heutiger Jungzahnarzt an eine Praxisgründung rangeht. Geht der erste Blick auf Zahlen, Zahnarztdichte, Umsatz, Gewinn, oder wie bei mir damals: wie soll der Ort aussehen, wo ich leben will (Ortsgröße, Infrastruktur, Schulen, Vereine), landschaftliche Umgebung (Berge, Bodensee), gibt es bereits Freunde und Verwandte in der Nähe. Danach kamen erst die großen Augen, weil die Immobilienpreise in schönen Gegenden immer hoch sind. Wir hatten es damals aber noch nicht so streng und daher heute eigene Räume. Das hat auch den Vorteil, daß der Neue nicht noch einen Vermieter fragen muß, ob er die eine oder andere Umbaumaßnahme machen darf.
Jedenfalls wäre es für mich interessant, wenn junge Niedergelassene ihre Sichtweise und ihre Zufriedenheit mit den Entscheidungen berichten würden.
Es grüßt Euch partitour
Die Jungzahnärzteinnen sind heutzutage ja noch jünger als wir früher (großteils noch von der Bundeswehr verzaubert) und sehen ganz alt aus, wenn sie zuviel den Dentaldepots glauben ("nicht kleckern, klotzen müßt Ihr!!!"). Eine Praxisübernahme insbesondere an der Schweizer Grenze dürfte den überbordenden deutschen Bürokratiewahn noch am besten abmildern. :)

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